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SAMOA

Reise-Hinweise von Marianne Weissbach

Anreise: Air New Zealand, Air Pacific und die landeseigene Polynesian Airlines fliegen von Australien, Neuseeland, Fidschi, Tonga und Hawaii nach Samoa. Samoa Air fliegt von Fagalii Airport bei Apia nach American Samoa und Vava'u in Tonga. Faleolo International Airport liegt auf der Insel Upolu, 35 km von der Hauptstadt Apia entfernt. Ein Flughafenbus verkehrt von und zu allen größeren Hotels.

Airpässe Polynesian Airlines bietet verschiedene Airpässe in Kombination mit anderen Fluglinien der Region an,zum Beispiel: Island Explorer. Wahlweise drei Ziele wie Samoa, Tonga, Sydney, Fidschi oder Hawaii. Abflug nur aus Neuseeland möglich. NZ$ 1699. Twin Island Discovery: Samoa undTonga, inklusive 7 Übernachtungen für NZ$ 1299. Triangle Pass: Samoa, Tonga, Fidschi (Nadi) für ca. NZ$ 950.

Mehr Informationen von Polynesian Airlines, Auckland Travel Centre, Maota Samoa, 283 Karangahape Road, Tel. 0800 800 993 oder 09-3095396, Fax 3073819. Wellington Travel Centre, 99-105 Customhouse Quay, Tel. 0800 800 993 oder 04-4722544, Fax 4711489; www.polynesianairlines.com

Foto M.& U. Weissbach: Strand-Szene auf Samoa

Transport im Lande: Busse verkehren tagsüber in alle Richtungen auf beiden großen Inseln. Allerdings darf man es bei dieser Art der Fortbewegung nicht eilig haben. Man schaukelt gemütlich durchs Land und bekommt dabei viel von Fa'a Samoa mit, dem samoanischen Lebensstil.

Es gibt weder Haltestellen noch Fahrpläne. Die Fahrtrichtung ist am Bus angeszeigt. Die Busse halten, wo immer Fahrgäste aus- oder zusteigen wollen. Taxis gibt es reichlich und sie sind preiswert. Es gibt keine Taxameter, die Preise für Standardrouten sind festgesetzt (Preisliste vom Visitor Bureau in Apia).

Green Turtle Bus: Der grüne Bus fährt täglich einmal um die Insel, Start ist um 7.15 Uhr in Apia, Rückkehr gegen 16.30 Uhr. Unterwegs werden verschiedene Sehenswürdigkeiten und Strände rund um die Insel angelaufen. Man kann aber auch irgendwo übernachten und am nächsten Tag wieder zusteigen.

Die Tour findet unter ökologischen Gesichtspunkten statt, d.h. Flora, Fauna und geologische Beonderheiten werden erklärt und Wildlife Conversation Areas werden angefahren. Der Tagespass kostet SAT 80, für unbegrenztes Fahren SAT 150, Holiday Packages mit Übernachtung und Verpflegung ab SAT 99 pp pro Tag. Buchung über Star Travel, Tel. 00685-22144; www.greenturtle.ws.

Leihwagen: In Samoa wird aufreizend langsam und stressfrei gefahren. Es herrscht Rechtsverkehr, in der Stadt sollten 40 km/h und außerhalb 60 km/h nicht überschritten werden. Tankstellen sind außerhalb Apias nur dünn gesät, es empfiehlt sich, vor Antritt einer Inselrundfahrt, den Tank voll zu füllen.

Sollte man eines der vielen herumlaufenden Haustiere wie Hühner oder Schweine angefahren haben, nutzt es nichts, lange mit den Dorfbewohnern zu diskutieren. Entweder man bezahlt den verlangten Schadenersatz gleich oder schlägt vor, den Vorfall bei der nächsten Polizeitstation zu melden. Allerdings sind diese ausserhalb Apias dünn gesät.

Für das Ausleihen eines Fahrzeuges benötigt man eine samoanische Driver's Licence. Zu erhalten gegen WS$ 10 an der Polizeitsation in Ifiifi Street in Apia. Leihwagen gibt es in Apia, am International Airport und in Salelologa auf Savai'i.

Island Hopping: Polynesian Airlines fliegt mehrmals täglich von Fagalii bei Apia nach Savai'i. Der Flug dauert 20 Minuten. Die Autofähre verkehrt dreimal täglich von Mulifanua Wharf auf Upolu nach Salelologa auf Savai'i. Die Überfahrt dauert ca. 1 Stunde. Vorausbuchungen für den Leihwagen über Consort Shipping Corporation in Apia, Tel. 00685-20935, Fax 22352. Preis pro Person einfach WS$7, für Pkw ca. WS$ 50.

Kleidung: Leichte, luftdurchläsige Bekleidung ist angesagt. Auch abends und in besseren Hotels kleidet man sich eher locker. Badebekleidung sollte ausschließlich an touristisch erschlossenen Stränden getragen werden. Nacktbaden und Oben-Ohne ist in Samoa nicht erlaubt. Wenn Sie auf Besichtigungtour gehen, Dörfer oder Kirchen besuchen, sollten die Beine bis zum Knie bedeckt sein. Niemals falsch liegt man mit dem Allzweck-Kleidungsstück der Südsee, dem bunten Wickeltuch, in Samoa Lavalava genannt.

Klima: Samoa liegt nahe am Äquator, es ist feuchtheiss das ganze Jahr über zwischen 24 und 29 Grad Celsius. In den Monaten April bis November ist es etwas trockener, von Dezember bis März ist Hurrikan-Saison, das heisst es muss mit heftigen tropischen Regenschauern und stärkeren Winden gerechnet werden. Dies ist auch die heißeste Zeit des Jahres.

Sicherheit: Einbrüche, Diebstähle und Schlägereien gibt es auch in Samoa. Vorwiegend Freitagnacht, wenn der Bierkonsum drastisch ansteigt. Touristen bleiben allerdings davon weitgehend verschont. In der Nähe von Dörfern wird man vor kleineren Diebereien nicht ganz sicher sein. Das Fa'a Samoa ist ohnehin mehr von der Idee des Gemeineigentums geprägt.

Währung: In Samoa bezahlt man mit dem Tala, entlehnt dem altdeutschen Taler. Im Bankverkehr spricht man vom Samoan Dollar. Drei ATM´s gibt es in Apia und eine auf Savai'i.

Foto M. & U. Weissbach: Tourunternehmen auf Samoa

BUS-SAFARI ALS ECO-TOUR

Rumpeltrip für Globetrotter

Dr. Steve Browns Eco Tour ist alles andere als eine Kaffeefahrt. Sein bunter Safaribus hat Holzbänke und rumpelt schwerfällig über Samoas schlaglochreiche Küstenstrassen, durch Flussfurten, Regenwälder und über Lavagestein. Seine Mitfahrer sind Globetrotter jeden Alters, die von Samoa etwas mehr sehen wollen, als ein Strandhotel mit polynesischer Folkloreshow.

"Samoa sehen, wie es die Samoaner sehen" ist deshalb auch das Motto der Rundreise von "Ecotours Samoa" durch die beiden grossen Inseln Samoas. "Eco" steht dabei nicht nur für ein hautnahes Naturerlebnis, sondern für das Eintauchen in das Fa'a Samoa, wie die Samoaner ihren beschaulichen Lebensstil nennen. Während der siebentägigen Ausflüge übernachten die Teilnehmer in Beach Fales, werden von Dorfbewohnern bekocht und gehen mit ihnen fischen oder Kokusnüsse sammeln.

Sonntags stehen Kirchgang und Cricket auf dem Programm. Und wenn Sie sich dem strengen Protokoll unterziehen, dürfen Sie auch an einer Sitzung des "Fono" teilnehmen, dem Häuptlingsrat der Dörfer. Das Naturerlebnis besteht im Besuch einsamer Strände, Wandertouren durch den Regenwald, Baden im Pool eines Wasserfalles und Kajaktouren entlang der Küste. Denn natürlich hat Steve Brown auch Kajaks auf dem Dach seines Safaribusses festgeschnallt. Steve ist ein drahtiger Australier mit Rauschebart und Doktortitel, der sich vor Jahren in Samoa und in eine Samoanerin verliebte. Der gelernte Tiermediziner blieb da, kaufte sich einen alten Bus und fuhr mit Frau und Familie durchs Land.

Die Eco Tour war geboren und heute noch gehen gelegentlich Steves samoanische Frau Afa und ihre Kinder mit auf die Tour. Ecotour Samoa Ltd, Samoa, Tel./Fax 00685-22144.


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Last updated 30 March 2015


Foto M. & U. Weissbach: Frische tropische Früchte werden überall auf Samoa angeboten

WICHTIGE REISE-TIPPS

Essen und Trinken: Apia hat eine große Auswahl an ausgezeichneten preiswerten Restaurants. Allen voran Sails an der Beach Road, mit hübschem Blick vom Balkon auf den Hafen. Tropisches Ambiente mitten im Regenwald bietet Mangoes an der Cross Island Road. Vom Frühstück bis zum Abend kann man bei Chris und Barbaras Rainforest Café an der Beach Road relaxen. Hier wird Deutsch gesprochen.

Apias Nachtleben ist überaus lebhaft. Von Donnerstag bis Samstagnacht wird heftigst getanzt zu Live-Bands. Allerdings nur bis Mitternacht. Dann kommt ein freundlicher Polizist mit weissem Tropenhelm und verkündet den Zapfenstreich. Fiafia Nights mit traditionellen samoanischen Tänzen und Musik finden einmal wöchentlich in den größeren Hotels statt. Damit verbunden ist meist ein üppiges polynesisches Büffett, das man aber nicht unbedingt mitbuchen muss. Man kann die Show auch bei einem Drink an der Bar anschauen.

Zeitunterschied: Zwischen Samoa und Neuseeland liegt die Datumsgrenze, d.h. Samoa liegt im Sommer genau 24 Stunden hinter Neuseeland.

Dorf-Etikette: Samoanische Kultur wird beherrscht von Traditionen und Regeln. Einige davon sollten von jedem Besucher respektiert werden. - Nie uneingeladen ein Dorf oder Haus betreten. Am Rande des Dorfes warten, bis jemand kommt und um Erlaubnis zum Betreten bitten. - Hut und Rucksack abnehmen. - Shorts sollten über das Knie reichen, vor allem bei Frauen. Notfalls ein Wickeltuch drüberschlingen. - Nie mit ausgestreckten Beinen auf der Matte sitzen (Stühle sind selten), sondern im Schneidersitz oder mit untergeschlagenen Beinen. - Nicht aufrecht im Haus oder Hütte der Gastgeber stehen und leise sprechen. - Vor dem Fotografieren um Erlaubnis fragen.

Wenn Sie länger in einem Dorf bleiben, ein Gastgeschenk in Form von Kava-Wurzeln oder Lebensmittel-Konserven mitbringen. - Angebotene Getränke, Nahrung, Gastfreundschaft nicht ablehnen. - Während des Abendgebetes, normalerweise zwischen 6 und 7 Uhr abends, ist es nicht angebracht, durch ein Dorf zu laufen oder zu fahren. Das Gebet dauert 10-20 Minuten und wird durch das Blasen einer Muschel angekündigt. - Samoa ist ein christliches Land. Der Sonntag dient dem Gebet und der Erholung. Einige Strände und Sehenswürdigkeiten sind geschlossen, ebenso viele Geschäfte und Restaurants.

Foto M. & U. Weissbach: Luxus-Fale für Samoa-Reisende am Strand

Unterkünfte: (z.B. Beach Fales) Wer Samoa pur erleben will, mietet sich ein Beach-Fale, eine nach allen Seiten offene Hütte im samoanischen Stil. Sie liegen meist an schönen Stränden und werden vom Dorf oder einer Familie vermietet und betreut. Kaltwasserdusche und Toilette sind mit dabei, Matratzen, Liegematten, Moskitonetz und Bettücher werden gestellt.

Ein Fale besteht aus einer runden Plattform, umrahmt von hölzernen Pfosten, die ein gewölbtes Dach tragen. Die Dächer sind entweder herkömmlich mit gflochtenen Palmwedeln oder mit Wellblech bedeckt. Bei schlechtem Wetter oder am Abend schützen rolloartige Matten vor Regen und Sturm und vor unerwünschten Blicken. Pro Person inkl. Verpflegung ab $ 45. Die meisten Beach Fales auf Upolu stehen im Distrikt Aleipata im Osten der Insel entlang des Strandes. Viele sind telefonisch nicht zu erreichen. Am besten mit Bus oder Leihwagen hinfahren und vor Ort aussuchen, die Auswahl ist groß.

Tipp: Lassen Sie Ihr großes Gepäck und Ihre Wertsachen im Hotel in der Stadt und nehmen Sie nur das Nötigste mit: Handtuch, Moskitoschutzmittel, Taschenlampe, Badesachen und Wickeltuch. Eine aktuelle Liste aller Beach Fales ist vom Samoa Visitor Bureau erhältlich.

Was gibt's zu tun: Kajaktour mit Island Explorer, Mats Arvidsson, Tel. 000685-22401, Fax 26941, Internet: http://www.islandexplorer.ws. Mats spricht auch Deutsch. Eine ganz andere Inselperspektive erlebt man bei einer geführten Kajaktour entlang der Küste. Für die Touren werden moderne Kajaks eingesetzt, die auch für Anfänger geeignet sind.

Unterwegs wird an einsamen Stränden angehalten zum Picknick und Schwimmen. Tagestour US$ 50, 2 Tages-Tour US$ 110 inkl. Übernachtung und VP. Mats vermietet in Apia auch Fales und einfache Zimmer mit Familienanschluß. Dive and Fly Samoa (www.diveandflysamoa.com.)bietet jede Menge Action für Savai'I: Tauchen, Rundflüge mit dem Microlight-Wasserflugzeug, Geländemotorräder (Honda 250/350, Suzuki 650) oder Mountain Bikes für Ausflüge in die Berge.

Strände: Die Strände Upolus liegen weit von den Hotels in Apia entfernt. Da alle Strände Gemeinschaftsbesitz des jeweiligen Dorfes sind, erheben die Einwohner eine kleine Benutzungsgebühr. Die schönsten Strände der Hauptinsel Upolu liegen im Osten im Distrikt Aleipata und an der Südküste östlich ud westlich von Siumu. Auf Savai'i findet man sie im Norden bei Manase und am westlichen Kap bei Falealupo.